Heizöl

Heizöl ist ein Erdölprodukt, das wie Diesel als Mitteldestillat aus dem Vorprodukt Gasöl hergestellt wird. In Deutschland differenziert die DIN 51603 zwischen sechs verschiedenen Heizölqualitäten – EL (extraleicht), EL schwefelarm, L (leicht), M (mittel), S (schwer) und ES (extraschwer) –, die sich durch Dichte, Asche- und Schwefelanteil sowie die Relationen von Kohlenstoff und Wasserstoff unterscheiden. Seit 2009 ist Heizöl EL schwefelarm deutschlandweit Standard und deckt nahezu 100 % der Heizölnutzung. 2019 wurden hierzulande laut dem Bund Deutscher Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) 25 % der Wohngebäude mit einer heizölbasierten Öl-Zentralheizung beheizt, was diese nach Erdgasheizungen zur zweithäufigsten Heizungsform macht. Laut Gebäudeenergiegesetz (GEG 2020, § 72) müssen Öl-Heizungen, die vor dem 1. Januar 1991 installiert wurden, seit 2020 ausgetauscht werden. Das Gesetz sieht darüber hinaus vor, dass der Einbau reiner Ölheizungen nur noch bis 2025 erfolgen darf. Danach sind ausschließlich noch hybride Lösungen mit zusätzlichen Wärmeerzeugern auf Grundlage erneuerbarer Energien zulässig.